Samstag, 11. Oktober 2008

Post und Pakete

Die letzte Woche habe ich mit meiner Familie verbracht, denn F. und J. sind endlich angekommen. Seitdem sind mittlerweile alle Sorgen um Wohnung, Wohnungseinrichtung, Nahrung und Telefonanschluss geschwunden und wir erkunden mit und für J. die Stadt und deren Wälder und Parks. Inwiefern die Suche hier uns vor gänzlich andere Probleme als in Dresden stellt, erzähle ich beim nächsten Mal. Der Herbst ist inzwischen in seiner vollen Kälte und Wärme, Schönheit und mit viel Wind da. Und wieder einmal kann ich mich nicht entscheiden, ob ich eine Jahreszeit zu meiner Lieblingszeit küren soll und überhaupt kann. Im Moment müßte es wohl der Herbst sein. Der ist hier jedoch nicht so anders als bei uns zu Hause. Trockene Blätter häufen sich auch in Montreal. Aus der Stadt hinaus habe ich es immer noch nicht geschafft. Mein Plan ist es, es Anne nachzutun und die Gegend wandernderweise zu erkunden. Dazu fehlen noch die geeigneten Schuhe. Da kann ich aber vielleicht auch noch bis zum Winter warten und mich mit Schneeschuhen auf den Weg machen. Ab Ende Oktober kann es hier schon schneien. Ich stelle mich etwas an, mir davon ein lebhaftes Bild zu machen, wie wir Menschen, F. und ich, gemütlich mit Hilfe von Schneeschuhen auf dem weißen Feld umherwandeln, wogegen unser schwarzes Fusseltier sich mühsam seinen Weg durch die weiße Flut schlagen muss. F. lacht darüber und meint, es wäre Quatsch, da es die 17 Kilogramm nie weit nach unten in den Schnee schaffen würden. Ich denke da anders und sehe das Tier vergraben von lauter Schneebergen.

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