Dienstag, 2. September 2008

1. September 2008

Am Mittwoch dann bin ich, nachdem ich mehrfach in der Nacht zu unmöglichen Zeiten aufwachte, irgendwann aufgestanden. Nicht nur die Sonne begrüßte mich, sondern auch das Zirpen der Grillen, welches man unter keinen Umständen mit dem der deutschen Grillen verwechseln kann. Es ist ein durchdringendes Geräusch, welches im ersten Moment an eine Kreissäge erinnert, sehr laut und ununterbrochen. Dann machte ich mich auf den Weg in die Stadt, ging zu meiner zukünftigen WG, wo ich jedoch niemanden antraf. Also hinterließ ich eine Nachricht. Dann schlenderte ich weiter und verbrachte so einen interessanten Vormittag, an dem sich mir Montreal von einer sehr schönen Seite präsentierte. Trotz alledem überwältigte mich das Gefühl, in einer für meinen Geschmack viel viel viel zu großen Stadt gelandet zu sein. Hat man längere Zeit in Dresden verbracht, kann kaum etwas anderes passieren, so finde ich. Gegen drei Uhr fuhr ich in die Nähe meiner zukünftigen Schule, von wo aus Serge mit mir zum Hotel in der Nähe des Flughhafens fuhr, wo sich alle europäischen Assistenten für zweieinhalb Tage trafen. Bevor er mich jedoch abholte, aß ich ein Eis, das seinem Namen "Mont Blanc" alle Ehre machte. Ein Getränk aus gecrushtem Eis und viel tief aromatischem Himbeeraroma und obenauf eine üppige "Spitze" aus weißem Softeis ... *yummy*
Das Hotel an sich war ok, der Swimmingpool im Hinterhof sehr schön, nur hatte ich leider meinen Bikini nicht eingepackt. So richtig wurde das aber nicht zum Problem, da ich aufgrund der extremen Temperaturen in den Gebäuden hier, bedingt durch extrem eingestellte Klimaanlagen, nicht zum Schwitzen kam. Das ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig! Durch Klimaanlagen bedingte trockene Luft, die im Sommer unterkühlt und im Winter überhitzt ...
Noch am selben Abend gingen wir, die Assistenten und die Leute vom Ministerium, die das Treffen organisierten und veranstalteten, bowlen. Beim zweiten Durchgang verschlug mir das Anfängerglück beinahe den Atem. Zwei Strikes nacheinander, das nenne ich gut! Yeah!

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