Montag, 15. September 2008

Wohnungssuchen

... gestalten sich in Montreal etwas schwierig und schleppen sich nur mühsam dahin; zumindest, was die Möglichkeiten und Zusagepotentiale anbelangt. Andererseits habe ich noch nie einen Wohnungsmarkt kennengelernt, der in seiner Entwicklung förmlich rast. Ja, dahinrast, als würde er gejagt. Kaum ist eine Wohnung inseriert, ist sie auch schon wieder vermietet. Der nichtsahnende Wohnungssuchende telefoniert, da er aus verläßlichen Quellen schon weiß, daß das hier die übliche Verfahrensweise ist, auf der Stelle nach Erscheinen der für die Wohnungssuche üblichen Zeitschriften alle ihm günstig erscheinenden Anzeigen durch. Aber, ach weh, er wundert sich, wie es nur sein kann, daß sämtliche Heimstätten schon in die Hände neuer Besitzer übergegangen sind; ohne, daß ihnen auch nur eine kleine Verschnaufpause gegönnt wurde. Zudem wird ihm, sollte er doch einmal ein noch unvergebenes Appartment erwischt haben, unverblümt mitgeteilt, daß ein Hund ... also nein, ein Hund?! ... gar nicht ginge! Gründe dafür gibt es wie immer viele: kleine Kinder, viele Kinder, ruhiges Haus, hellhörige Wände, saubere Wohnung, neu renoviert, so was hatten wir ja noch nie, es gäbe schon so viele Katzen, wie groß denn der Hund sei, belle er, kein Garten, das mache der Vermieter nicht mit, warum wisse er selber nicht, ... die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Mein Fazit: erschöpfend, ermüdend, entmutigend.

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