Donnerstag, 9. Juli 2009

04.07.2009 - vom Acadia Nationalpark, Maine, nach Salisbury, Massachusetts

Der Tag begann mit einer dreiviertel Stunde Strand für das Tier. Dem folgten reichliche sechs Stunden, in denen wir – wie schon in den vergangenen Reisetagen – J. abwechselnd bemitleideten und verfluchten. Wer sich an unsere Erlebnisse der Wintermonate erinnert, weiß, daß sie seit dem unglücklichen Tag in der Waschanlage das Autofahren lange Zeit alles andere als genoß. Mit viel Geduld und Spucke unsererseits kamen wir allerdings über die Streßperiode hinweg und J. hatte die kleinen Autoreisen in der Stadt zu diversen Gassigehgebieten wieder regelrecht lieb gewonnen. Seit Montag wird nun ihr Hecheln während der Fahrten unerträglich, so daß wir allerlei Sitzplätze für den Hund erfolglos ausprobierten und uns mittlerweile ernsthafte Sorgen um die Gesundheit des Tieres machen. Hoffentlich übersteht sie die Reise unbeschadet, was bei sechs Stunden Dauerstress und -hechelei täglich nicht sehr wahrscheinlich scheint.

Wir befinden uns auf direktem Wege zu einem Campingplatz in der Nähe New Yorks, auf dem wir morgen anzukommen planen, und haben heute nach der zeitigen Ankunft in Salisbury (drei Uhr Nachmittag) außer Duschen, Kochen, Essen, Aufräumen, Computerspielen und einem Lagerfeuer nichts Nennenswertes unternommen.

Der Campingplatz:


Die F. und die J. bei der Pediküre (aber das darf ich eigentlich nicht verraten, daher schoß ich verspätet ein eher unverfängliches Foto):

Die Paulette mit Füllung:


Nach den zwei Nationalfeiertagen, die wir schon in Kanada ereignislos erleben durften (24. Juni Quebec und 1. Juli Kanada), gaben sich die Amerikaner heute auch eher dezent – wie F. meinte, regelrecht jungfräulich – und feuerten nur einige bescheidene Feuerwerke anläßlich ihrer Unabhängigkeit in die Luft. Daß Alkoholgenuß im Freien in den Staaten nicht nur verpönt, sondern auch verboten ist, hat allerdings den unschätzbaren Vorteil, auch an so einem besonderen Tag keine Alkoholleichen oder torkelnde, lallende Gestalten auf dem Zeltplatz ertragen zu müssen. Es lebe die Prüderie!

Abruptes Ende – da wir morgen gegen sieben erbarmungslos geweckt werden, mache ich mich jetzt auf den Weg in die Federn.

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