Mittwoch, 8. Juli 2009

30.06.2009 - vom Parc-de-la-Peninsule über Québec bis kurz vor Baie-Ste.-Catherine

J. schaute am nächsten Morgen recht verschlafen aus ihren großen Augen und wunderte sich nicht schlecht, plötzlich von so viel Grün umgeben zu sein. Da gab es nur eins: direkt nach dem Frühstück durch's Gras robben.

F., J., ich und Paulette hatten unseren eigenen Stellplatz, direkt neben dem großen Weißen, konnten allerdings den Abwasseranschluß nur sehr freizügig in Gebrauch nehmen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, einer Hundeschwimmrunde am Flußufer des benachbarten Grundstückes und einer Wohnwagendachinspektion brachen wir auf.

Unser Ziel: Québec City.

Wir parkten direkt am Hafen, wo uns die Stadt mit viel Wind und großen Schiffen begrüßte.

Eines der bekanntesten Gebäude der Stadt ist Château Frontenac, welches sich zwar Schloß schimpft, aber keines ist, sondern als Nobelhotel noch vor Hilton und Ritz die Liste anführen dürfte. Reingucken kann man daher leider nicht – nur angucken von außen ist erlaubt. Haben wir auch gemacht und sind auf der Promenade vor dem Fluß entlang geschlendert.

Im Gegensatz zu Montréal hat Québec City eine regelrecht europäisch anmutende Altstadt, mit alten Steinhäusern, schmalen, verwinkelten Gassen und Überresten einer Stadtmauer, über die selbst J. neugierig schielend einen Blick warf.

Auch die Queen kommt ihrer Pflicht als Staatsoberhaupt Kanadas nach und läßt vor der Zitadelle in Québec City, gleich neben dem Hauptquartier des 53. Regiments, ihre schwarzfellig Behuteten patroullieren.

Auf dem kurzen Stück, welches sie vor dem Haupteingang der Zitadelle stündlich ablaufen, können die ruhig ihre Mützen so tief ins Gesicht ziehen, sehen brauchen sie schließlich nicht weit. Vielleicht werden auch nur die Unansehnlicheren des Regiments für diesen Knochenjob ausgewählt – da wird wenigstens auf das Ästhetikempfinden des Zuschauers Rücksicht genommen.

Ausruhen kann sich das Militärs später im regimentseigenen Biergarten – die Munition im Rücken immer parat.

Nach dem Zwischenstop in Québec fuhren wir noch gut 200km nach Norden, sahen Wasserfälle, alte Kirchen und ... Meer.

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