Dienstag, 12. Januar 2010

Und daß Euer Herz dennoch zu Gott finde!

Wie sicher einige von Euch wissen, bin ich bekennende Christin. Darüber hinaus lebe ich mit F. zusammen, welche bekanntlich eine Frau ist. Damit ist unsere Beziehung in die Kategorie "homosexuell" einzuordnen, was uns des Öfteren reichlich Diskussionsstoff - teilweise sogar recht unterhaltsamen - mit unseren Mitmenschen bietet, aber auch häufig Konfrontationen herauf beschwört, die sich meist als nicht beilegbar erweisen.
Am streitfreudigsten und vehementesten diesbezüglich sind im Übrigen nicht die besonders Alten oder die sehr Bildungsfernen, nicht die Anzugträger und auch nicht die Einfältigen, weder die Bösartigen, noch die Gemeinschaftsliebenden oder die Einfallsarmen. Christen und Christinnen dagegen vereinen sich "uns" Unliebsamen gegenüber und wettern und tiradieren gegen "den homosexuellen Lebensstil", daß die Schwarte kracht. Ohne an dieser Stelle eine fundierte theologische, humanistische oder sonstwie geartete Erörterung zum Sachverhalt geben zu wollen - und eine solche ist meines Erachtens prinzipiell und immer notwendig -, möchte ich indes eine kleine Satire "abdrucken", welche mir soeben im Netz in die Hände fiel. Achtung! Möge sich allerdings keiner der Leser daran vergehen und diese Gedanken zusammenhangslos und unüberlegt in eine eigene, antichristliche Argumentation umwandeln! Auch damit würde man sich nur eine Nische in einer nicht lebensfähigenExtremposition sichern.
Alle tiefer am Thema Interessierten verweise ich darüber hinaus dringend auf Valeria Hincks Schrift "Streifall Liebe", welche ich in meiner Lektüre gewissermaßen als seelischen Gnadenakt Gottes nicht nur an mir und meinen sexuell "anderen" Mitmenschen, sondern an allen Erdenbürgern empfinde.

(Das amerikanische Original folgt der deutschen Übersetzung. Beide habe ich leicht abgeändert und anonymisiert.)


"Liebe Dr. Y,

danke, daß Sie soviel dazu beitragen, daß sich die Menschheit besser mit Gottes Gesetz auskennt. Ich habe durch Ihre Show eine Menge gelernt und ich versuche, dieses Wissen mit so vielen anderen Menschen wie möglich zu teilen. Wenn beispielsweise jemand gelebte Homosexualität zu verteidigen versucht, erinnere ich ihn einfach daran, daß dies in der Bibel im Buch Levitikus 18,22 eindeutig als Gräuel bezeichnet wird. Punkt. 
Bezüglich einiger der spezifischen Gesetze, und wie man sie am besten befolgt, benötige ich allerdings noch ein paar Ratschläge von Ihnen.


1.) Ich weiß, daß, wenn ich auf dem Altar einen Stier als Brandopfer darbringe, es ein beruhigender Duft für den Herrn ist (Lev 1,9). Problematisch wird es allerdings mit meinen Nachbarn. Sie behaupten, daß ihnen der Duft nicht gefalle. Soll ich sie nun züchtigen?


2.) Ich würde gern meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es  in Exodus 21,7 vorgesehen ist. Was, glauben Sie, wäre heutzutage ein angemessener Preis für sie?


3.) Ich weiß, daß es mir kein sexueller Kontakt mit einer Frau erlaubt ist, während sie unrein ist, also ihre Tage hat (Lev 15,19-24). Das Problem ist, woher weiß ich dies? Ich habe versucht nachzufragen, aber die meisten Frauen fühlen sich davon angegriffen.


4.) Nach Lev 25,44 darf ich tatsächlich Sklaven und Sklavinnen besitzen, vorausgesetzt, sie wurden von benachbarten Völkern gekauft  [und stammen nicht aus den eigenen Reihen]. Ein Freund von mir behauptet, nun dies gelte für Mexikaner, aber nicht für Kanadier. Können Sie hierzu Auskunft geben? Warum sollte ich keine kanadischen Sklaven besitzen?


5.) Ich habe einen Nachbarn, der darauf besteht, am Sabbat zu arbeiten. Exodus 35,2 besagt in aller Deutlichkeit, daß er dafür mit dem Tod bestraft werden sollte. Bin ich moralisch verpflichtet, ihn selbst zu töten?


6.) Ein Freund von mir meint, daß, wenn es auch abscheulich sei, Schalentiere zu essen (Lev 11,10), dies doch ein geringerer Gräuel sei als Homosexualität. Dem stimme ich nicht zu. Können Sie diese Diskrepanz irgendwie beilegen?


7.) Lev 21,20 besagt, daß ich mit einem Sehfehler nicht an den Altar Gottes herantreten darf. Ich muß bekennen, daß ich eine Lesebrille trage. Muß ich also makellos sehen können oder gibt es eine gewisse Toleranzbreite?


8.) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haare schneiden, einschließlich der Haare an den Schläfen, auch wenn dies in Lev 19,27 ausdrücklich verboten wird. Wie sollen sie sterben?


9.) Ich weiß aus Lev 11,6-8, daß mich das Berühren von Schweinsleder unrein macht. Darf ich dennoch American Football spielen, wenn ich Handschuhe trage? [Der Football wurde ursprünglich aus Schweinsleder hergestellt.]



10.) Mein Onkel hat einen Bauernhof . Er übertritt Lev 19,19 dadurch, daß er sein Feld mit zwei unterschiedlichen Kulturen bestellt, seine Frau indes dadurch, daß sie Kleidung trägt, die aus zweierlei Garnen (Baumwolle und Polyester) gefertigt ist. Er flucht auch sehr häufig und lästert Gott. Ist es wirklich nötig, daß wir uns die Mühe machen, die ganze Stadt zu versammeln, um die Beiden zu steinigen (Lev 24,10-16)? Könnten wir sie nicht einfach in einer privaten Familienzeremonie verbrennen, wie wir es auch mit denen tun, die mit ihren Schwägerinnen schlafen (Lev 20,14)?


Ich weiß, Sie haben all dies sehr ausführlich studiert. Deshalb bin ich zuversichtlich, daß Sie mir helfen können. Nochmals herzlichen Dank dafür, daß Sie uns daran erinnert haben, daß Gottes Wort ewig und unveränderlich ist."


"Dear Dr.Y,


thank you for doing so much to educate people regarding God's Law. I have learned a great deal from your show, and I try to share that knowledge with as many people as I can. When someone tries to defend the homosexual lifestyle, for example, I simply remind him that Leviticus 18:22 clearly states it to be an abomination. End of debate. I do need some advice from you, however, regarding some of the specific laws and how to best follow them.


(a) When I burn a bull on the altar as a sacrifice, I know it creates a pleasing odour for the Lord (Lev 1:9). The problem is my neighbours. They claim the odour is not pleasing to them. Should I smite them?


(b) I would like to sell my daughter into slavery, as sanctioned in Exodus 21:7. In this day and age, what do you think would be a fair price for her?


(c) I know that I am allowed no contact with a woman while she is in her period of menstrual uncleanness (Lev 15:19-24). The problem is, how do I tell? I have tried asking, but most women take offence.


(d) Lev 25:44 states that I may indeed possess slaves, both male and female, provided they are purchased from neighbouring nations. A friend of mine claims that this applies to Mexicans, but not to Canadians. Can you clarify? Why can't I own Canadians?


(e) I have a neighbour who insists on working on the Sabbath. Exodus 35:2 clearly states he should be put to death. Am I morally obliged to kill him myself?


(f) A friend of mine feels that even though eating shellfish is an abomination (Lev 11:10), it is a lesser abomination than homosexuality. I don't agree. Can you settle this?


(g) Lev 21:20 states that I may not approach the altar of God if I have a defect in my sight. I have to admit that I wear reading glasses. Does my vision have to be 20/20, or is there some wiggle room here?


(h) Most of my male friends get their hair trimmed, including the hair around their temples, even though this is expressly forbidden by Lev 19:27. How should they die?


(i) I know from Lev 11:6-8 that touching the skin of a dead pig makes me unclean, but may I still play football if I wear gloves?


(j) My uncle has a farm. He violates Lev 19:19 by planting two different crops in the same field, as does his wife by wearing garments made of two different kinds of thread (cotton/polyester blend). He also tends to curse and blaspheme a lot. Is it really necessary that we got to all the trouble of getting the whole town together to stone them (Lev 24:10-16)? Couldn't we just burn them to death at a private family affair like we do with people who sleep with their in-laws (Lev 20:14)?


I know you have studied these things extensively, so I am confident you can help. Thank you again for reminding us that God's word is eternal and unchanging."


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